Können medizinische Geräte von Land an das Bordnetz angeschlossen werden?

Schiffs-Bordnetze haben in der überwiegenden Zahl der Fälle eine Frequenz von 60 Hz. Grundsätzlich sind elektrotechnische Maßnahmen zur Änderung dieser Frequenz, bzw. der Anpassung der Geräte möglich und in den entsprechenden Netzteilen auch in der Regel enthalten (z. B. Netzteil-Input 100-240 V, 50-60 Hz). Zudem existieren auf 60 Hz einstellbare Signalfilter zur Verbesserung des EKG-Signals. Entscheidend ist also einerseits die Ausführung der Geräte bzw. der Bordmittel. Andererseits müssen die vorhandenen Netzstecker natürlich vom Formfaktor her in die bordseitig vorhandenen Steckdosen passen.

Funktioniert ein Defibrillator auch auf nasser/feuchter Haut?

Generell kann davon ausgegangen werden, dass Defibrillatoren auch in nasser bzw. leitfähiger Umgebung sicher genutzt werden können, solange ein direkter Kontakt mit dem Patienten vermieden wird .[1]  Dennoch wird empfohlen, den Patienten soweit möglich ins Trockene zu bringen und/oder zumindest den Brustkorb abzutrocknen. Es ist nicht nur davon auszugehen, dass bei einem nassen Körper ein Teil der Defibrillationsenergie „sein Ziel nicht erreicht“ und statt durch den Thorax über die Oberfläche geleitet wird, auch die Klebeelektroden werden nicht besonders gut auf der nassen Haut haften, was diesen Effekt noch verstärken würde.

Literatur:
[1] Lyster, Tom.; Jorgenson, Dawn.; Morgan, Carl. (2003): The safe use of automated external defibrillators in a wet environment. In: Prehospital emergency care