Gibt es eine Klassifizierung für Häfen?

Eine offizielle Klassifizierung für Häfen gibt es nicht.

Von einzelnen Ländern werden sogenannte Seehandbücher veröffentlicht. Darunter befinden sich beispielsweise die Handbücher für Deutschland, welche vom Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) [1] herausgegeben werden oder für Großbritannien die Admiralty Sailing Directions des Herausgebers United Kingdom Hydrographic Office (UKHO) [2].

Für das Projektthema relevant sind die vom Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie herausgegebenen Seehandbücher

  • Nordsee-Handbuch Südöstlicher Teil (Lister Tief bis Ems) und
  • Ostsee-Handbuch Südwestlicher Teil (Flensburg bis Süd-Schweden und Szczecin).

Die Seehandbücher werden vom BSH alle 3 Jahre neu herausgegeben. Sie dienen der Küstennavigation und enthalten Angaben, die aus den Seekarten nicht oder nur unvollkommen zu ersehen sind. Sie stellen nur einen Sollzustand für den jeweiligen Bereich dar [3]. Ein Seehandbuch besteht prinzipiell aus 4 Teilen A-D. Im jeweiligen Teil C finden sich Informationen zur Küste, Fahrwasser, Ankerplätzen und Häfen.

In den Seehandbüchern finden sich somit neben Angaben zu

  • Signalen (Schleusensignalen, Fahrwegen für Brückendurchfahrten),
  • Lotsen (Wann, Wo, Wie und Wer),
  • Naturverhältnissen (Wasserständen, Gezeitenströmen) auch Angaben zu
  • Liegeplätzen (Kailängen, max. Fahrzeugabmessungen wie Länge, Breite, Tiefgang und Tonnage, Fahrwassern und sonstigen Besonderheiten/Einschränkungen wie Fischerei oder Sportschifffahrt) [3].

Literatur
[1] bsh.de
[2] ukho.gov.uk
[3] Ostsee-handbuch südwestlicher Teil – Flensburg bis S-Schweden und Szczecin (21. Auflage | 2015)